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Baufinanzierung 2026: Steigende Zinsen treiben Kaufdruck, Preise bleiben robust

07. Januar 2026

Bauzinsen dürften 2026 weiter anziehen und setzen Käufer unter Druck

Deutschlandweit verändern höhere Zinsen und anhaltende Nachfrage das Bild auf dem Immobilienmarkt. Aktuell notieren zehnjährige Darlehen bei rund 3,7 Prozent; laut Branchenkennern ist eher mit leicht steigenden als mit fallenden Zinsen zu rechnen. Das bedeutet: Viele Kaufinteressenten sehen sich 2026 einer verschärften Leistbarkeitsrechnung gegenüber.

Der Experte Thomas Lauffs, Geschäftsführer von Engel & Völkers Finance in Deutschland, nennt staatliche Investitionsprogramme als einen wesentlichen Treiber: «Die Refinanzierung zusätzlicher Staatsanleihen erhöht den Druck auf langfristige Renditen und damit auf die Bauzinsen». Lauffs schätzt, dass die Zinsen im kommenden Jahr um etwa 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte über dem heutigen Niveau liegen könnten.

Immobilienpreise bleiben trotz Zinsanstieg stabil bis ansteigend

Gegen die Erwartung sinkender Preise wirkt die Anlagefunktion von Wohnimmobilien. Nach einer Phase der Zurückhaltung sind Käufer und Verkäufer wieder näher zusammengerückt, und in Phasen größerer wirtschaftlicher Unsicherheit gelten Immobilien weiterhin als sicherer Hafen. Lauffs rechnet deshalb mit anhaltend robusten Preisen, selbst wenn die Zinsen moderat steigen.

Leistbarkeit und Energieeffizienz werden zu Schlüsselkriterien

Das Such- und Entscheidungsverhalten hat sich bereits geändert: Kaufinteressenten kalkulieren die Gesamtkosten genauer und fragen verstärkt nach Energieeffizienz. Unsanierte Bestandsimmobilien geraten besonders unter Druck, weil Sanierungsaufwand und Folgekosten heute stärker in die Finanzierung einfließen. Zugleich eröffnen energetische Modernisierungen Chancen: Banken honorieren Effizienzsteigerungen zunehmend mit besseren Konditionen.

  • Wer kauft: Realistisch budgetierende Paare und Investoren, die Modernisierungskosten von Anfang an einplanen.
  • Wen es trifft: Unsanierte Bestandsobjekte mit hohem energetischem Risiko, für die Nachfinanzierung und Modernisierung zu erheblichen Mehrkosten führen können.
  • Wie vorgehen: Individuelle Finanzierungsszenarien durchrechnen, Angebote vergleichen und energetische Maßnahmen gezielt in die Kreditplanung aufnehmen.

Ob sich ein Immobilienkauf lohnt, hängt stärker denn je von den persönlichen Eckdaten der Finanzierung, den Energiekennwerten des Objekts und dem Zeitplan für Modernisierungen ab. Ein Baufinanzierungsrechner und eine fundierte Beratung helfen, mögliche Szenarien transparent zu machen und Verhandlungen mit Banken vorzubereiten.

Für viele Kaufinteressenten bleibt 2026 ein Jahr, in dem Planungssicherheit, realistische Budgetabschätzungen und ein Fokus auf Energieeffizienz über die Entscheidung für oder gegen ein Objekt entscheiden.

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