Demografischer Dämpfer: In zehn Kantonen schwächt sich die Wohnungsnachfrage ab
Demografischer Wandel dämpft Nachfrage in mehreren Kantonen
Eine Analyse des Hypothekendienstleisters MoneyPark zeigt, dass die Alterung der Bevölkerung in Teilen der Schweiz bereits spürbare Folgen für den Wohnungsmarkt hat. In zehn Kantonen zeige sich eine deutliche Abkühlung: Dort schrumpft die Nachfrage nach Wohneigentum, Verkaufsdauern verlängern sich, und Preisabschläge treten häufiger auf.
Die Studie identifiziert das Tessin, Bern, Neuenburg, Jura, Appenzell Ausserrhoden, Nidwalden, Obwalden, Graubünden, Glarus und Schaffhausen als besonders betroffen. Zusammen vereinen diese Regionen rund 23 Prozent des gesamten Hypothekarvolumens der Schweiz auf sich und durchlaufen zugleich den stärksten demografischen Wandel.
Im Kern liege das Problem in der Altersstruktur: Das Bevölkerungswachstum in den betroffenen Kantonen beschränke sich weitgehend auf Personen über 65 Jahre. «Diese Bevölkerungsgruppe zieht nur selten um und fragt kaum neuen Wohnraum nach», sagt MoneyPark-CEO Lukas Vogt. Parallel dazu nehme die Zahl der Menschen im erwerbstätigen Alter ab, wodurch potenzielle Käufer und Mieter seltener werden und Transaktionen wie Preisentwicklung gedämpft werden.
Konkrete Folgen zeigen sich laut Studie bereits in einigen Regionen: So ist die Nachfrage nach Wohneigentum im Tessin, in Graubünden und im Jura schwach, Immobilien bleiben länger auf dem Markt liegen, und Verkäufe erfolgen zunehmend mit Preisabschlägen. Für die betroffenen Kantone bedeute dies tiefgreifende strukturelle Herausforderungen, die planerische und politische Antworten erfordern könnten.
MoneyPark betont, dass die demografische Entwicklung langfristig wirksame Folgen für Angebot und Nachfrage habe. Für Gemeinden und Investoren stelle sich die Frage, wie Wohnungsbestand, Angebot und Infrastruktur an die veränderte Nachfrage angepasst werden können, um Wertverluste zu begrenzen und bedarfsgerechte Wohnformen zu fördern.

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