Hypothekenanstieg löst Notverkäufe auf dem Wohnungsmarkt aus
Rasanter Zinsanstieg führt zu Notverkäufen auf dem Wohnungsmarkt
Laut dem Verband der vietnamesischen Immobilienmakler VARS häufen sich vermehrt Notverkäufe, vor allem im Wohnungssegment. Treibende Kraft ist der starke Anstieg der Hypothekenzinsen, der Investoren mit hohem Fremdkapitalanteil unter akuten Druck setzt. Besonders betroffen sind Anleger, die während der Boomphase mit tilgungsfreien Zeiträumen und Vorzugszinsen in den Markt eingestiegen sind.
Viele dieser Investoren stehen nun vor der Situation, dass nach Ablauf der Vorzugszeit deutlich höhere Zinssätze greifen. In Verbindung mit nachlassender Marktliquidität führt das dazu, dass sie Verkäufe zur Verlustbegrenzung durchführen müssen, um kurzfristig Liquidität zu schaffen. Hinzu kommt die verbreitete Angst, Chancen zu verpassen «FOMO», die Käufer häufig dazu bringt, Preisaufschläge in der Hoffnung auf schnelle Gewinne zu akzeptieren. Sobald die Nachfrage lokal nachlässt, werden genau diese Käufer aber zögerlich, und die Verfügbarkeit von Käufern sinkt.
Variable Zinssätze als großes Risiko für 2026
Für 2026 warnen Analysten vor erheblichen Marktveränderungen: Ansteigende Immobilienpreise kombiniert mit verschärften Kreditvergabestandards könnten bisher erfolgreiche Anlagestrategien untergraben. Besonders prekär sind Kredite, die inzwischen auf variable Zinssätze umgestellt werden. Steigen die tatsächlichen Zinskosten deutlich über die ursprüngliche Kalkulation, geraten Kreditnehmer schnell in eine passive Lage. Projekte mit verzögerter Übergabe verschärfen das Problem, weil Investoren dann gleichzeitig Zinslasten und fehlende Mieteinnahmen tragen müssen.
Balance zwischen Regulierung und Marktstabilität
VARS betont, dass ein dauerhaft hohes Zinsniveau sowohl privaten Haushalten den Zugang zu Wohnraum erschwert als auch Unternehmensprojekte gefährdet. Ein zu niedriges Zinsniveau dagegen könnte Spekulationen und erneute Preisblasen begünstigen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Verband eine differenzierte, flexible Regulierung statt pauschaler Verschärfungen der Kreditvergabe.
- Kreditdiversifizierung: Kapitalpriorisierung für bezahlbaren Wohnraum und Erstkäufer sowie echte Wohnbedarfe.
- Spekulationskontrolle: Strengere Überprüfung hochriskanter Projekte ohne rechtliche Machbarkeit.
- Anreizmechanismen: Entwicklung langfristiger Kreditpakete mit stabilen Zinssätzen für das erschwingliche Segment, um «Zinsschocks» zu vermeiden.
Das Bauministerium berichtete im vierten Quartal 2025, es habe der Staatsbank vorgeschlagen, die Geldpolitik weiterhin flexibel zu halten, um die makroökonomische Stabilität zu sichern. Schwerpunkt soll die genaue Überwachung von Immobilienkrediten und die Stabilität des Bankensystems sein. Die Aufsichtsbehörde kündigte an, Geldflüsse mit spekulativem Charakter genau zu prüfen und die Diversifizierung der Kapitalquellen zu fördern, um die Abhängigkeit vom Bankkredit zu verringern und eine nachhaltigere Marktentwicklung zu unterstützen.

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