Kompaktes Wohnen auf dem Vormarsch: Deutschlands Wohnungen werden kleiner
Wohnflächen schrumpfen — Trend zu kleineren Wohnungen prägt deutschen Wohnungsmarkt
Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeichnet ein klares Bild: Die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland steht vor einer Abnahme. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von steigenden Immobilienpreisen und der Zunahme von Einpersonenhaushalten.
Historisch stieg die durchschnittliche Wohnfläche von 69 Quadratmetern im Jahr 1965 auf rund 94 Quadratmeter in den vergangenen Jahrzehnten. Doch seit etwa 2005 verzeichnen Neubauwohnungen eine Gegenbewegung. Prognosen deuten darauf hin, dass die Durchschnittsgröße bis 2050 wieder auf etwa 88 Quadratmeter sinken könnte.
In Metropolregionen ist der Wandel besonders deutlich spürbar. In Städten wie Berlin und München liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte inzwischen bei rund 50 Prozent, was die Nachfrage nach kleineren, effizient geschnittenen Einheiten erhöht.
Auswirkungen auf Bauwirtschaft und Wohnqualität
Kurzfristig sind kleinere Wohnungen für Bauträger wirtschaftlich attraktiver: Mehr Einheiten pro Grundstücksenheit verringern das Risiko und erhöhen die Rendite. Für Mieter hingegen bedeutet kompakteres Wohnen oft niedrigere Mietkosten, aber auch weniger Stauraum und eine neue Herausforderung bei der Wohnqualität.
- Marktanpassung: Der Bestand größerer Wohnungen bleibt dominant, Neubauprojekte setzen zunehmend auf kleinere Grundrisse.
- Stadtentwicklung: Verdichtung und Umnutzung bestehender Flächen werden wichtiger, flankiert von Infrastruktur und Nahversorgung.
- Energieeffizienz: Kleinere, gut geschnittene Wohnungen bieten Potenzial zur Reduktion des Energiebedarfs im Gebäudesektor.
- Soziale Folgen: Weniger Raum kann neue Wohnkonzepte begünstigen, zugleich steigt der Druck auf familiengerechten Wohnraum.
Die Studie unterstreicht, dass Politik, Planer und Investoren ihren Fokus neu ausrichten müssen: Es geht nicht nur um Quadratmeterzahlen, sondern um durchdachte Grundrisse, bezahlbare Angebote und energieeffiziente Lösungen. Wenn diese Faktoren zusammenspielen, kann der Trend zu kompakterem Wohnen gleichzeitig Chancen für nachhaltigere Städte eröffnen.
Berlin / London — Die Umbrüche am Wohnungsmarkt werden damit zu einer zentralen Aufgabe für Stadtentwicklung und Wohnungsbau in den kommenden Jahren.

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