Langsame Erholung auf dem Vogtlander Grundstücksmarkt
Markt stabilisiert sich nach Jahren tiefen Rückgangs
Plauen, 26.01.2026 — Der neu vorgelegte Grundstücksmarktbericht 2025 für den Vogtlandkreis dokumentiert ein vorsichtiges Ende der Talfahrt: Nach mehreren Jahren mit schwachem Handel ziehen Transaktionen und Preise leicht an, bleiben aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in Sachsens größeren Zentren.
Kernaussagen des Berichts
- Die Nachfrage erhöht sich langsam, insbesondere bei Einfamilienhäusern und kleineren Wohnbauflächen.
- Die Preise sind im regionalen Vergleich weiterhin vergleichsweise günstig; Investoren und Eigenheimerwerber profitieren von moderaten Einstiegspreisen.
- Besonders ruhiger Teilmarkt: In einzelnen Gemeinden gab es nur sehr wenige Eigentümerwechsel.
Uwe Lang, Amtsleiter im Amt für Kataster und Geoinformation und Vorsitzender des Gutachterausschusses, erklärt, dass der Bericht auf der systematischen Auswertung realer Grundstücksverkäufe basiert. Die Zahlen zeigten regionale Unterschiede: Während in manchen Orten ein leichter Aufwärtstrend erkennbar sei, blieben andere Gemeinden weitgehend stabil mit sehr geringem Umsatz.
Beispiele aus dem Kreis
In Bergen beispielsweise wechselten 2023/24 lediglich 16 Grundstücke den Eigentümer. Das ist der niedrigste Wert im Vogtlandkreis. Gleichzeitig steht dort aktuell das ehemalige Landhaus Marienstein zum Verkauf, ein Objekt, das die Spannweite des Marktes verdeutlicht: vom preisgünstigen Bauplatz bis zur denkmalgeschützten Villa.
Analysten betonen, dass das Vogtland geographisch und wirtschaftlich weit entfernt ist von Sachsens starken Immobilienmärkten wie Leipzig oder Dresden. Das begrenzt kurzfristig das Wachstumspotenzial, bietet aber Käufern die Chance auf preiswerte Einstiegsmöglichkeiten mit Aussicht auf eine allmähliche Wertsteigerung.
Blick nach vorn
Der Bericht sieht für 2026 moderate Impulse: Stabilere Nachfrage, insbesondere durch Käufer, die auf bezahlbare Wohnlagen setzen, und eine zunehmende Aufmerksamkeit von regionalen Investoren. Gleichwohl warnen Gutachter davor, kurzfristig mit raschen Preissprüngen zu rechnen; vielmehr sei mit einer langsamen und ungleichmäßigen Erholung zu rechnen.
Für Eigentümer und Interessenten bleibt der Rat, lokale Daten zu prüfen und die weiteren Berichte des Gutachterausschusses zu beobachten, um günstige Kaufzeitpunkte und realistische Preisvorstellungen besser einschätzen zu können.

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