Regierung will Pachtgebühren auf 250 Pfund begrenzen und Leasehold abschaffen
Pachtobergrenze von 250 Pfund soll Mieter vor überhöhten Gebühren schützen
Die britische Regierung hat einen weitreichenden Plan vorgestellt, der Mietern in London und anderen Teilen des Landes spürbare Erleichterung bringen soll. Künftig sollen jährliche Pachtgebühren für Leasehold-Wohnungen auf 250 Pfund gedeckelt werden. Zugleich ist ein Verbot neuer Leasehold-Wohnungen vorgesehen und Mietern wird das Recht eingeräumt, auf ein Gemeineigentumssystem umzusteigen.
Die Reformen sind Teil des Gesetzesvorhabens Leasehold and Commonhold Reform Bill, das Minister Matthew Pennycook in das Parlament einbringen will. Die Regierung argumentiert, dass viele Pachtzahlungen keine angemessene Gegenleistung erbringen und für zahlreiche Hausbesitzer eine dauerhafte finanzielle Belastung darstellen.
Sir Keir Starmer kündigte die Maßnahme in einem kurzen Videobeitrag auf TikTok an, wenige Stunden vor Beginn einer Auslandsreise nach China. Er betonte, dass die angekündigten Regelungen Tausenden von Eigentümern unmittelbare Entlastung bringen würden und das lange als ungerecht empfundene System grundlegend reformieren sollen.
Streit mit Grundbesitzern und Reaktionen von Aufsichtsbehörden
Die Entscheidung, Eigentümern keine Entschädigung für entfallene Pachtansprüche vorzusehen, hat heftigen Protest ausgelöst. Die Residential Freehold Association bezeichnete den vorgeschlagenen Deckel als völlig ungerechtfertigt und warnte vor negativen Folgen für Investitionen in den Immobilienmarkt.
Demgegenüber begrüßt die Wettbewerbs- und Marktbehörde CMA die Pläne; ihre Geschäftsführerin Sarah Cardell verwies auf bereits erzielte Erfolge gegen missbräuchliche Verkaufspraktiken bei Leasehold-Objekten. Auch Communities Secretary Steve Reed erklärte, das bestehende System schade Mietern, die hohe Gebühren zahlten, ohne die entsprechenden Leistungen zu erhalten.
Ausblick
Die Reform könnte das Verhältnis zwischen Mietern und Grundbesitzern in Großbritannien nachhaltig verändern. Während die Regierung eine Balance zwischen Verbraucherinteressen und Eigentumsrechten anstrebt, bleibt offen, wie stark die Eingriffe die Investitionsbereitschaft im Immobiliensektor beeinflussen werden. Das Parlament wird nun über den Gesetzentwurf beraten, und politische wie wirtschaftliche Debatten dürften in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen.

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