US‑Immobilienmarkt 2025: Dezemberbelebung trügt, Verkäufe verharren auf Jahrzehntetief
Hausverkäufe bleiben auch 2025 auf historischem Tief trotz leichter Monatszunahme
WASHINGTON / LONDON — Der US‑Immobilienmarkt zeigt Ende 2025 zwar erste Erholungsanzeichen, bleibt aber insgesamt angeschlagen. Nach Angaben der National Association of Realtors hielten die Verkäufe bestehender Häuser im Gesamtjahr auf einem Niveau, das dem niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten entspricht. Die strukturellen Hindernisse für Käufer sind nach wie vor hoch.
Im vergangenen Jahr wurden rund 4,06 Millionen Bestandsimmobilien verkauft, so die NAR. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau und liegt deutlich unter dem historischen Mittel von etwa 5,2 Millionen Einheiten pro Jahr. Hauptursachen für die anhaltende Schwäche sind hohe Hypothekenzinsen und weiter steigende Immobilienpreise, die besonders Erstkäufer ohne Eigenkapital benachteiligen.
Die durchschnittlichen Zinsen für 30‑jährige Hypotheken lagen laut Marktbeobachtern zuletzt bei rund 7 %, fielen aber gegen Jahresende auf etwa 6 %. Diese Zinssenkung brachte im Dezember eine spürbare Reaktion: Die saisonbereinigte Jahresrate der Hausverkäufe stieg auf 4,35 Millionen Einheiten, ein Plus von 5,1 % gegenüber November. Ökonomen warnen jedoch, dass Einmonatszuwächse noch keine nachhaltige Trendwende anzeigen.
Hürden und Perspektiven
- Hohe Finanzierungskosten bleiben das dominante Hemmnis für viele Käufer.
- Steigende Preise und knapper Wohnraum verstärken die Belastung besonders für Erstkäufer.
- Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt und in der Konjunktur dämpfen die Kaufbereitschaft zusätzlich.
Analysten sehen dennoch Ansatzpunkte für Stabilisierung: Eine weitergehende Entspannung der Zinskosten und eine verlangsamte Preisentwicklung könnten in den kommenden Monaten die Nachfrage stützen. Solche Verbesserungen müssten aber so deutlich ausfallen, dass sie das Vertrauen potenzieller Käufer nachhaltig zurückgewinnen.
Kurzfristig bleibt die Lage volatil. Marktteilnehmer raten zu Vorsicht: Für viele Haushalte ist der Zugang zum Kaufmarkt weiterhin verschlossen, solange Zinsen und Preise auf vergleichsweise hohem Niveau verharren.
Redaktionell angemerkt: Die hier wiedergegebenen Zahlen und Einschätzungen beruhen auf den Veröffentlichungen von Marktbeobachtern und der National Association of Realtors und dienen Informationszwecken; sie ersetzen keine individuelle Finanzberatung.

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