Vietnamischer Wohnungsmarkt explodiert: Hanoi und Ho‑Chi‑Minh‑Stadt ziehen 2025 die Preise nach oben
Wohnungs- und Immobilienpreise in Vietnam erreichen 2025 neue Höhen
Hanoi und Ho‑Chi‑Minh‑Stadt haben 2025 den landesweiten Anstieg der Immobilienpreise maßgeblich bestimmt. Ein Bericht des Bauministeriums für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, veröffentlicht am 16. Januar, zeigt markante Zuwächse in mehreren Segmenten: vor allem Eigentumswohnungen, Baugrundstücke sowie Villen und Reihenhäuser verzeichneten im Jahresvergleich zweistellige Zuwächse. Treiber sind knappe Flächen in zentralen Lagen, öffentliche Infrastrukturprojekte und anhaltende Investitionsnachfrage.
Im Detail berichten die Statistiken von einem Anstieg der Wohnungspreise um rund 20–30 Prozent gegenüber 2024, in mittleren und gehobenen Segmenten sogar um mehr als 40 Prozent. Auf dem Primärmarkt von Hanoi lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen 2025 bei etwa 100 Millionen VND, ein Plus von circa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Projektpreise in zentralen und westlichen Lagen bewegten sich überwiegend zwischen 80 und über 170 Millionen VND pro Quadratmeter, Luxusprojekte erreichten lokal bis zu 160–255 Millionen VND pro Quadratmeter.
Ho‑Chi‑Minh‑Stadt verzeichnete einen jährlichen Anstieg von bis zu 23 Prozent; der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag 2025 bei rund 111 Millionen VND. Im gehobenen und Luxussegment in Thu Thiem, Ba Son und zentralen Bezirken wurden neue Rekordpreise zwischen etwa 180 und über 300 Millionen VND pro Quadratmeter registriert. In sekundären Städten wie Hai Phong, Hung Yen oder Da Nang fiel das Wachstum moderater aus, rund 10–15 Prozent, wobei sich Zuwächse auf zentral gelegene Projekte konzentrierten.
Auch der Markt für Villen und Reihenhäuser zog an: Die Preisentwicklung blieb gegenüber dem Vorquartal stabil, stieg jedoch im Jahresvergleich um 10–20 Prozent. In Hanoi kletterten Preise in großen Stadtgebieten häufig um 10–15 Prozent, teils 20–30 Prozent; Angebotspreise in innerstädtischen Projekten lagen in der Spanne von 200 bis über 500 Millionen VND pro Quadratmeter. In Ho‑Chi‑Minh‑Stadt blieben die Preise für Villen und Reihenhäuser mit typischen Spannen von etwa 90 bis knapp 200 Millionen VND pro Quadratmeter hoch, vor allem in östlichen und südlichen Bezirken.
Der Sekundärmarkt für Baugrundstücke setzte den Aufwärtstrend fort, gestützt durch verbesserte Infrastruktur und klarere Planungsinformationen. Für 2025 wurde ein Anstieg der Bodenpreise um etwa 20–25 Prozent gegenüber 2024 prognostiziert; Toplagen in Hanoi und Ho‑Chi‑Minh‑Stadt erreichten Preise von mehreren zehn Millionen bis fast 180 Millionen VND pro Quadratmeter.
Ferienimmobilien blieben weitgehend stagnierend: Im vierten Quartal 2025 zeigten sich kaum Veränderungen zum Vorquartal, das Jahreswachstum lag je nach Bauform bei rund 5–11 Prozent. Büroflächen präsentierten eine stabile Lage mit üblichen Mietpreisen von etwa 20 bis über 40 US‑Dollar pro Quadratmeter und Monat, abhängig von Lage und Kategorie. Industrieflächen entwickelten sich positiv: Die Pachtpreise für Industriegrundstücke stiegen 2025 voraussichtlich um 7–9 Prozent, die durchschnittliche Auslastung lag landesweit bei etwa 75 Prozent, im Norden bei circa 83 Prozent und im Süden bis zu 93 Prozent. Mietpreise für fertig gebaute Hallen wurden mit rund 4,6–5 US‑Dollar pro Quadratmeter und Monat angegeben.
Das Bauministerium kündigte für 2026 Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung und zur Reform behördlicher Abläufe an, um bürokratische Hürden zu senken und die Umsetzung von Investitionen zu erleichtern. Gleichzeitig soll die Erfassung, Standardisierung und Veröffentlichung von Marktinformationen verbessert werden, damit Planung, Landmanagement und Immobiliendienstleister verlässliche Daten nutzen können.
Analysten sehen in der Konzentration der Preisanstiege auf die beiden größten Städte ein wachsendes Risiko für Erschwinglichkeit und Marktstabilität. Entscheidend werde sein, ob Angebotspolitik, Infrastrukturpläne und regulatorische Maßnahmen zeitnah greifen, um spekulative Überhitzungen zu dämpfen und eine nachhaltigere Ausgleichsentwicklung zwischen Metropolen und regionalen Zentren zu erreichen.

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