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Wohnungsmarkt stabilisiert sich bundesweit: Eigentumspreise steigen erstmals seit 2020 wieder

08. Januar 2026

Preisauftrieb bei Eigentumswohnungen signalisiert Marktstabilisierung

Zum Jahresende 2025 zeichnet sich auf dem deutschen Wohnungsmarkt eine deutliche Trendwende ab: Die Preise für Eigentumswohnungen sind landesweit gestiegen und deuten damit auf eine Stabilisierung nach mehreren schwierigen Jahren hin. Das vierteljährliche Wohnbarometer des Portals ImmoScout24 verzeichnet für das Gesamtjahr 2025 ein durchschnittliches Preiswachstum von mehr als 3 Prozent.

Die Dynamik ist jedoch regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In den acht Metropolen legten die Preise im vierten Quartal spürbar zu, während die Nachfrage in ländlichen Regionen nachließ. Experten sehen darin eine zunehmende Konzentration der Kaufinteressenten auf urbane Lagen.

  • Bestandswohnungen bundesweit im vierten Quartal: plus 1,0% auf durchschnittlich 2574 Euro pro Quadratmeter.
  • Stärkste Entwicklung in Berlin: plus 2,3% auf 4884 Euro pro Quadratmeter.
  • Höchster Preis weiterhin in München: 8266 Euro pro Quadratmeter.
  • Günstigste der genannten Metropolen: Leipzig mit 2992 Euro pro Quadratmeter.
  • Nachfrageentwicklung: in Metropolen plus 1%, in ländlichen Regionen minus 8%.
  • Markt für Einfamilienhäuser uneinheitlich: Bestandsobjekte im Quartalsvergleich minus 0,3%, auf Jahressicht plus 2,8%, Neubauten quartalsweise teurer um 1,2%.
  • Mietmarkt: Angebotsmieten für Bestandswohnungen im vierten Quartal plus 1,0% auf durchschnittlich 8,89 Euro pro Quadratmeter, Jahresplus 3,7%. München bleibt mit 19,92 Euro Spitzenreiter; Neuvermietungen in Berlin erreichen erstmals die 21-Euro-Marke.

ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford betont die Kehrseite der Entwicklung: «Kaufinteressierte zieht es besonders in den urbanen Raum». Zugleich stellt sie fest: «Dass alle Metropolen gleichzeitig Preissteigerungen aufweisen, haben wir zuletzt vor knapp fünf Jahren gesehen.»

Für 2026 erwarten Marktbeobachter Bauzinsen von knapp 4% und warnen davor, dass steigende Zinsen die Erwerbsneigung belasten könnten. Crockford fordert deshalb neue Finanzierungskonzepte und staatliche Impulse, damit Wohneigentum für breite Bevölkerungsgruppen erreichbar bleibt.

Das Bild ist insgesamt zwiespältig: Während Käufer wieder stärker in die Stadt zurückkehren und Eigentumspreise steigen, zeigt der Mietmarkt nachlassende Suchaktivität bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen. Ökonomische Unsicherheiten und geringere Zuwanderung tragen ebenso zur Verlagerung der Nachfrage bei wie die anhaltende Präferenz vieler Haushalte für zentrale Lagen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: spiegel.de
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